crumble78

Die Fahrradseite

Inhalt
Radentscheid
Essener Nachhaltigkeitsstrategie
Ziele der Grünen Hauptstadt
Beteiligungsformate für Organisation des Radverkehrs
Fahrradstraßen


Radentscheid

Beitritt des Rates der Stadt Essen zum Bürger*innenbegehren RadEntscheid Essen
Radverkehrsmaßnahmen umgesetzte Maßnahmen 2021 und Planungen 2022
Radfahren in Essen

Ziele

  1. Durchgängiges Netz für den Alltagsradverkehr ausbauen
    unterbrechungsfrei, von Fußwegen getrennt, beleuchtet
    10 km jährlich ab 2022
  2. Kreuzungen sicher umbauen
    Radfahrende im Sichtbereich der Autos / Wartezonen im Sichtbereich
    Verringerung der Autotempos durch kleiner Abbiegewinkel
    vorrrangige Ampelphasen für Radfahrende
    3 Kreuzungen jährlich ab 2022
  3. Fahrradstraßen und -zonen einrichten, Einbahnstraßen öffnen
    25 km Fahrradstraße ausgestalten, 25 km neu einrichten
    50% der Tempo-30-Zonen zu Fahrradzonen umbauen
    100 Einbahnstraßen öffnen (Prüfung)
  4. Sichere Radwege an Hauptstraßen anlegen
    8 km jährlich
    Breite: 3 m (Radschnellweg) – 2,5 m (Radhauptweg) – 2m (Basis)
    Radwege vor Autos schützen (Bordsteine, Markierungsnägel)
    getrennte Fußwege
  5. Radwege durchgängig und einheitlich gestalten
    rot markiert
    räumliche Trennung von Fußwegen (mind. 30 Zentimeter Abstand)
    Absenken von querliegenden Bordsteinen auf 0 cm
  6. Fahrradstellplätze ausbauen
    a) 4.000 Stellplätze an großen Bahnhöfen (Fahrradparkhäusern / Fahrradboxen)
    b) 2.500 Stellplätze an weiteren Haltepunkten (überdacht, beleuchtet)

    c) 5.000 weitere Stellplätze (Schulen, Sportstätten, Einkaufsstraßen, Wohnquar-
    tiere) durch Umwidmung von PKW-Parkplätzen

    d) 500 Stellplätze für Lastenräde
    r
  7. Mobilitätswende konsequent und transparent fördern
    Öffentlichkeitsarbeit
    jährliche Dialogveranstaltung mit schriftlichem Bericht

Grundsätze

  • Keine Maßnahme zur Lasten des Fußverkehrs
    Neuordnung des Raums für PKW-Verkehr
  • Anpassung von bestehenden Radwegeplanungen

Pressemeldungen


Essener Nachhaltigkeitsstrategie

Essener Nachhaltigkeitsstrategie (Bericht)
Essener Nachhaltigkeitsstrategie (Webseite)
Grundlage: Agenda 2030
17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG)
GNK (Global Nachhaltige Kommune) NRW – 30 Modellkommunen
Essen ist Modellkommune

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

  1. Aufbauorganisation (Koordination, Kernteam, Beirat)
  2. Bestandsaufnahme
  3. Er- und Überarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie
  4. Formeller Beschluss
  5. Umsetzung und Monitoring
  6. Evaluation und Fortschreibung

Essener Themenfelder

  • Lebenslanges Lernen & Kultur
  • Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesellschaft
  • Globale Verantwortung & Eine Welt
  • Klima, Ressourcen & Mobilität
  • Wohnen & Nachhaltige Quartiere

Struktur des Zielsystems

Leitlinien, Strategische Ziele, Operative Ziele

Netzfahrplan

Lebenslanges Lernen & Kultur
Kooperative und vernetzte Bildungslandschaft schaffen
Vielfältiges kulturelles Angebot sicherstellen
Bildungsangebote für Nachhaltige Entwicklung ausbauen

Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesell-
schaft
Gleichberechtigung und Teilhabe aller Menschen sicherstellen
Solidarisches Zusammenleben fördern
Stadtverwaltung als moderne und nachhaltige AG etablieren
Partizipationskultur leben

Globale Verantwortung & Eine Welt
Für nachhaltige Konsummuster sensibilisieren
Internationale Partnerschaften und Netzwerke ausbauen
Klima, Ressourcen & Mobilität
Essen als Klimaschutzvorbild etablieren
Umweltverträglichen Verkehr fördern
Bewusstsein für nachhaltigen Konsum schaffen
Nachhaltigkeitskriterien in der Stadtplanung verankern

Wohnen & Nachhaltige Quartiere
Vielfältige und sichere Quartiere entwickeln
Nachhaltige Siedlungsentwicklung verfolgen
Barrierefreien und bezahlbaren Wohnungsbau bereitstellen

Themenfeld 3: Klima, Ressourcen & Mobilität

Leitlinie 3
Essen wird in gemeinsamer Verantwortung und als Aufgabe aller Akteur*innen
der Stadtgesellschaft zur klimaneutralen Stadt. Sie begegnet den ökologischen,
wirtschaftlichen und sozialen, und damit gesundheitlichen Folgen des Klima-
wandels konsequent. Klima- und Ressourcenschutz sind bei allen Entscheidun-
gen und Planungen der Stadt Essen zu berücksichtigen. Die Stadt Essen strebt
eine Entwicklung im Sinne der 12 Ziele der Grünen Hauptstadt Europas – Essen
2017 an.
Strategisches Ziel 3.2
2030 werden in Essen Personen- und Warenverkehre umwelt- und klimaver-
träglich sowie sicher zurückgelegt. Durch das gut ausgebaute und genutzte Rad-
und Gehwegenetz sowie die flächendeckend attraktiven Angebote des barriere-
freien* ÖPNV, nimmt der Anteil der umweltverträglichen Mobilität durch ÖPNV,
Rad- und Fußverkehre in Essen stark zu. Die Nutzung der Verkehrsträger ist fast
gleichmäßig verteilt. Der noch nötige motorisierte Individualverkehr (MIV) ist zu
einem großen Anteil auf alternative Antriebstechnologien umgestellt.
Operatives Ziel 3.2.2 – Radverkehr
Die Radinfrastruktur wird gemäß des „RadEntscheid Essen“ bis 2030 zu einem sicheren, lückenfreien Radwegenetz ausgebaut. Der Fortschritt wird unter Einbezug der relevanten Akteure jährlich evaluiert. (Bezug: GHE-Ziel „Modal Split“).

Pressemeldungen


Ziele der Grünen Hauptstadt

Einmal Grüne Hauptstadt – immer Grüne Hauptstadt – 1. Fortschrittsbericht 2020

12 Themenfelder der Grünen Hauptstadt

  1. Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz
  2. Mobilität
  3. Grünflächen und nachhaltige Landnutzung
  4. Natur und Biodiversität
  5. Luftqualität
  6. Lärmminderung
  7. Abfallmanagement
  8. Wasserwirtschaft
  9. Abwasserwirtschaft
  10. Öko-Innovation und nachhaltige Beschäftigung
  11. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  12. Integriertes Umweltmanagement

Handlungsfeld Mobilität

Ziel bis 2035:
Modal Split 25% ÖPNV – 25% MIV – 25% Fahrrad – 25% zu Fuß

Ist-Zustand 2019:
Modal Split 19% ÖPNV – 55% MIV – 7% Fahrrad – 19% zu Fuß

9 Leitlinien für die Verkehrswende in Essen

  1. Stadt der kurzen Wege
  2. Die Verkehrswende macht die Stadt lebenswerter, sie ist generationengerecht und sozial.
  3. Mobilität ist regional und fördert Image, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskraft der Stadt Essen.
  4. Mobilität ist überall verfügbar, unkompliziert und sicher.
  5. Der Umweltverbund ist die Zukunft und erreicht 75 % des Modal Split.
  6. Die Stadt Essen übernimmt Verantwortung für die Verkehrswende.
  7. Die Stadt Essen organisiert die notwendigen Ressourcen für den Erfolg.
  8. Die Stadt Essen setzt auf unterstützende Rahmenbedingungen von Land, Bund und EU.
  9. Die Stadt Essen beteiligt ihre Bürger und Partner bei der Verkehrswende

Erfolgte Maßnahmen im Bereich Radverkehr

  • 3 Fahrradstraßen-Achsen (12,8 km)
    Achse A: Südviertel-Rüttenscheid-Holsterhausen-Frohnhausen
    Achse B: Rüttenscheider Straße
    Achse C: Steele-Kray-Stoppenberg-Katernberg
  • Mobilstationen im gesamten Stadtgebiet
    ÖPNV, Carsharing, Fahrradverleih, E-Scooter
  • Bikesharing mit der Ruhrbahn-App Zäpp
  • Protected Bike Lane (PBL)
    im Tunnel an der Bernestraße
  • Umweltspur
    (Essener Innenstadt vom Varnhorst Kreisel bis zur Gladbecker Straße)
  • Beitritt zum RadEntscheid Essen
  • Förderprogramm für Lastenräder
    Bedingung: Nutzlast von mind. 150 kg
    Förderung: 20% des Anschaffungspreises / max. 500 €
    Gesamthöhe der Förderung: 50.000 € / Jahr
    Förderprogramm für Lastenräder

Pressemeldungen


Beteiligungsformate für Organisation des Radverkehrs

Pressemeldungen


Fahrradstraßen

Fahrradstraßen in Essen: Diese Regeln gelten

Das gilt auf Fahrradstraßen:

  • Höchstgeschwindigkeit 30 km/h
  • Der Radverkehr hat Vorrang. Autos oder auch Motorräder müssen gegebenenfalls langsamer fahren.
  • Fahrradfahrer*innen dürfen nebeneinander fahren.
  • Fahrradfahrer*innen dürfen und sollten in der Mitte der Fahrbahn fahren, um genügend Abstand zu parkenden Autos halten zu können.

3 Fahrradstraßen-Achsen (12,8 km)

Achse A: Südviertel-Rüttenscheid-Holsterhausen-Frohnhausen
Achse B: Rüttenscheider Straße
Achse C: Steele-Kray-Stoppenberg-Katernberg

Kritik an der Fahrradstraße Rüttenscheider Straße

Radlerlobby gibt Fahrradstraße Rüttenscheider Straße schlechte Noten (WAZ, 17.09.2021)
Essener Rü: Eine Fahrradstraße, die keine ist? (WDR, 30.12.2021)
Essen: Ärger auf der Rü! Fehler von Radfahrer löst hitzige Diskussion aus (Der Westen,
05.01.2022)

Fahrradstraße in Essen sorgt bei Geschäften auf der Rüttenscheider Straße für schlechte Stimmung (Radio Essen, 16.03.2022)

Kritik der Radfahrer*innen

  • Autodichte ist zu groß. Kein wirklicher Vorrang für Fahrräder.
  • Autofahrer*innen halten sich an die Regeln. Autos halten auf der Fahrbahn. Radler*innen werden zu oft überholt. Tempo 30 wird nicht eingehalten.
  • Zu viel Durchgangsverkehr. Es gibt keinen Abbiegezwang, keine physischen Sperrelemente, keine gegenläufigen Einbahnstraße.

Kritik der Geschäftsleute

  • Erreichbarkeit der Geschäfte von Kund*innen mit PKW ist stark eingeschränkt
  • Zu wenig Ladezonen für Gastronomie und Geschäfte.

Evaluation Fahrradstraßenachse B (Rü)

PM: Fahrradstraßenachse auf der Rü – Evaluation nach einem Jahr Betrieb
Fahrradstraßenachse B Rüttenscheider Straße, Evaluation der Verkehrssituation
Ergebnisse der Befragung

PM: Rüttenscheid – Pilotprojekt und Verbesserung der Rahmenbedingungen und Verkehrssicherheit für Radverkehr

Ratsbeschluss zur Untersuchung der Fahrradstraßenachse B Rüttenscheider Straße:

  1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, unter Beachtung der angekündigten Stellungnahme des Polizeipräsidenten sowie des Antrages 2255/2021/CDU/GRÜNE verschiedene Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Verkehrssicherheit für den Radverkehr auf der Fahrradachse B/Rüttenscheider Straße (bspw. konsequente Durchsetzung von Halteverboten, Optimierung von Lieferverkehren, modale Filter) weiter auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen (u. a. durch Verkehrssimulationen).
  2. In die Untersuchung sind die verkehrlichen Auswirkungen auf die Nebenstraßen der Rüttenscheider Straße sowie auf die Alfredstraße ebenso einzubeziehen, wie die zu erwartenden Auswirkungen auf ansässige Gewerbetreibende, Unternehmen, Arztpraxen, freiberuflich Tätige und die Anwohnerschaft.
  3. Dabei soll eine Prozessbegleitung durch Beteiligung der wesentlichen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure (bspw. Fahrradverbände, Interessengemeinschaft Rüttenscheid o.ä.) erfolgen. Der Oberbürgermeister wird gebeten, hierbei die Moderation zu übernehmen.
  4. Die Stadtverwaltung soll zeitnah – spätestens bis Ende des Sommers 2022 – das Untersuchungsergebnis vorlegen und den Gremien eine Empfehlung geben, welche verkehrlichen Maßnahmen umgesetzt werden sollten.