Josef Joffes Lanzvergleich

Josef Joffe

Josef Joffe (Photo: Dittmeyer – Lizenz: CC BY 2.0 – Photo beschnitten)

Nach Godwin’s Law landen Online-Diskussionen mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann bei einem Nazivergleich. Aber auch Offline-Diskutanten üben sich oft in der Vergleicherei mit Hitler und Nazis.

Wer hat denn nun aktuell den größten, den härtesten, den dümmsten Nazivergleich zu bieten? Einen Nazivergleich, bei dem sogar dem erprobten Nazivergleicher Stefan Laurin von den ruhrbaronen vor Staunen die Kippe aus dem Mundwinkel fallen wird?

The Winner is … Josef Joffe, einer der Herausgeber der ZEIT. Joffe findet die Online-Petititon gegen den rundfunkgebührenfinanzierten Fernsehmoderator Markus Lanz („Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“) so schlimm, dass er sich zu zu folgendem Vergleich hinreißen lässt: „In analogen Zeiten hieß es: ‚Kauft nicht beim Juden!‘ Heute ist die Verwünschungskultur digital.“
(Josef Joffe: Tanzt den Lanz, [Die Zeit, 30. Januar 2014])

Die Absetzung des Südtiroler Sabbelmeisters also genauso schlimm wie die antisemitische Politik der Nationalsozialisten. Ein arbeitsloser Lanz gleich sechs Millionen tote Juden. Damit steht Josef Joffe in den Nazivergleichcharts wirklich ganz oben.

Und ich selbst habe mich durch meine Aufregung über den erbärmlich dummen Vergleich des ZEIT-Herausgebers auch zu etwas hinreißen lassen, was definitiv nicht geht: das abgeschmackte Wortspiel „Lanzvergleich“. Dafür gehöre ich aus der Blogosphere verbannt. Vielleicht startet hierzu ja jemand mal eine Online-Petition.

Siehe auch:
Anti-Lanz-Petition erinnert die »Zeit« an Anti-Juden-Kampagne der Nazis [Blogartikel von Stefan Niggemeier]

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